Warum der Euroraum keinen Weg aus der Stagnation findet
Seit Jahren schwächeln im Euroraum die Produktion und Produktivität – ein längerer Aufwärtstrend ist nicht in Sicht. Schon geistert der Begriff „säkulare Stagnation“ umher. Worin liegen die Ursachen – und welche wirtschaftspolitischen Konsequenzen ergeben sich daraus?
In Europa wächst die Sorge vor den ökonomischen Folgen des von den USA und Israel begonnenen Krieges gegen den Iran. Besonders beunruhigend ist, dass der durch diesen militärischen Konflikt ausgelöste Energieschock auf einen Euroraum trifft, der sich ohnehin in einer anhaltend schwachen wirtschaftlichen Verfassung befindet: Das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts fällt seit Jahren gering aus – und setzt damit eine Entwicklung fort, die bereits deutlich früher eingesetzt hat.
Das Produktions- und Produktivitätswachstum schwächt sich ab
Darauf weist auch der Wiener Ökonom Leon Podkaminer (2022) hin: Das Produktionswachstum in den heutigen Kernländern der Eurozone verlangsamt sich bereits seit Jahrzehnten. Podkaminer spricht von einer „säkularen Stagnation“, die mit der Tendenz zur Schwächung der Lohnentwicklung korreliere, welche nach der endgültigen Aufgabe des Bretton-Woods-Systems fester Wechselkurse im Jahr 1973 eingesetzt habe. Diese Entwicklung geht mit einer anhaltend sinkenden Wachstumsrate der Arbeitsproduktivität einher.
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