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Vier Jahre nach Beginn der Rezession in Deutschland sollen schmerzhafte „Reformen“ die deutsche Wirtschaft auf einen Wachstumspfad zurückführen. Das Wort „Nachfrage“ kennen die Ökonomen nicht mehr.
Die europäische Wirtschaft steckt in der Flaute, die deutsche Industrie in der Rezession. Dennoch spricht vieles dafür, dass die EZB ihre Zinsen erhöht. Wer verstehen will, warum Europa wirtschaftlich nicht vorankommt, sollte sich diese Entscheidung genauer ansehen.
Der ehemalige saarländische Ministerpräsident Peter Müller fordert eine neue Agenda 2010. Deutschland drohe zum „Absteigerland“ zu werden – und daran sei auch die Gesellschaft schuld. Ein Urteil ohne Grundlage.
Ein Papier der „G 7 economists“ soll zeigen, was globale Ungleichgewichte sind und wie man sie bekämpft. Leider führt die Argumentation des Autorenteams vollkommen in die Irre.
Die Neoklassik behauptet: Erst wird gespart, dann investiert. Schumpeter und Keynes drehten die Logik um: Kapital entsteht nicht durch Verzicht, sondern durch Kredit, Nachfrage und Investitionen.
Warum Einkommen nicht allein durch den Markt bestimmt werden – und welche Rolle Produktivität und Institutionen spielen.
Steigende Arbeitskosten, sinkende Wettbewerbsfähigkeit: Osteuropa gerät durch reale Aufwertung zunehmend in eine wirtschaftliche Sackgasse – die politischen Krisen sind nur der Vorbote.
Die Gleichgewichtsmodelle der Neoklassik müssen logisch scheitern. Zentrale Größen wie Zins und Inflation können sie nicht erklären.
Auf der Pressekonferenz nach der Rheinland-Pfalz-Wahl sagte Bärbel Bas, die Analyse sei klar, der Bundes-SPD fehle es an wirtschaftspolitischer Kompetenz. Doch mit der Kompetenz ist das so eine Sache.
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