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Ein Papier der „G 7 economists“ soll zeigen, was globale Ungleichgewichte sind und wie man sie bekämpft. Leider führt die Argumentation des Autorenteams vollkommen in die Irre.
Die Neoklassik behauptet: Erst wird gespart, dann investiert. Schumpeter und Keynes drehten die Logik um: Kapital entsteht nicht durch Verzicht, sondern durch Kredit, Nachfrage und Investitionen.
Warum Einkommen nicht allein durch den Markt bestimmt werden – und welche Rolle Produktivität und Institutionen spielen.
Steigende Arbeitskosten, sinkende Wettbewerbsfähigkeit: Osteuropa gerät durch reale Aufwertung zunehmend in eine wirtschaftliche Sackgasse – die politischen Krisen sind nur der Vorbote.
Die Gleichgewichtsmodelle der Neoklassik müssen logisch scheitern. Zentrale Größen wie Zins und Inflation können sie nicht erklären.
Auf der Pressekonferenz nach der Rheinland-Pfalz-Wahl sagte Bärbel Bas, die Analyse sei klar, der Bundes-SPD fehle es an wirtschaftspolitischer Kompetenz. Doch mit der Kompetenz ist das so eine Sache.
Auch nach zwei Jahren unter Javier Milei bleibt Argentinien in der Rezession, die Inflation verharrt auf hohem Niveau, die Arbeitslosigkeit steigt. Hinter scheinbaren Wachstumszahlen stehen Basiseffekte und statistische Tricks – die „Kettensäge“ entpuppt sich als ökonomischer Fehlschlag.
Seit 1999 im Vorteil: Trotz höherer Löhne bleibt die deutsche Wettbewerbsfähigkeit in der Eurozone stark – von einem Standortproblem kann keine Rede sein.
Das erste Viertel dieses Jahrhunderts ist zu Ende – und man muss leider konstatieren, dass die Menschheit in den vergangenen hundert Jahren nicht klüger geworden ist.
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