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Wurde die Modern Monetary Theory noch vor wenigen Jahren kaum in der öffentlichen Debatte wahrgenommen, so hat sie inzwischen stark an Beachtung gewonnen. Schon gibt es Versuche, Teile der Theorie in die herrschende Lehre zu integrieren.
Die Zentralbanken kaufen in immer größeren Stil Staatsanleihen auf. Die Monetarisierung von Staatsschulden ist plötzlich kein Tabu mehr. Gibt es Grund zur Freude oder Furcht vor einer Renaissance der »fiskalischen Dominanz«?
Hanno Beck und Aloys Prinz behaupten, dass Ursachen und Folgen der Staatsverschuldung weitgehend mit der Verschuldung von Unternehmen vergleichbar seien. Sie verwechseln damit wirtschaftsliberale Wunschvorstellungen mit der kapitalistischen Realität und reden so dysfunktionalen Währungsordnungen das Wort.
Je größer und schwieriger die Probleme, umso einfacher und plakativer sind oft die Lösungen, welche die Politik uns anbietet. Ein aktuelles Beispiel für diese These ist die Modern Monetary Theory, die fast 100 Jahre makroökonomische Forschung auf ein Credo komprimiert: Geld als Allheilmittel.
Das chinesische Wort für Krise setzt sich aus den Schriftzeichen für Gefahr und Chance zusammen. Das gilt auch für die Coronakrise: Chance für eine weitere Integration der Eurozone und Gefahr des Zusammenbruchs.
Eine Replik auf Paul Steinhardts Buchbesprechung über »Das Geld« im MAKROSKOP-Heft Herbst/Winter 2020.
Die Bauproduktion in Europa bricht im Dezember genauso ein wie der Einzelhandel. Noch bleiben die Arbeitslosenzahlen stabil. Doch der Corona-Tunnel ist länger als gedacht.
Das deutsche Exportüberschussmodell zeitigt nicht nur ökonomisch, sozial und ökologisch gefährliche Folgewirkungen, sondern erschüttert auch die Demokratie in ihren Grundfesten.
Was progressive Ökonomen seit Jahrzehnten predigen, wird plötzlich zum Gemeinplatz: Wir müssen nachhaltiger und sozialer werden. Gibt es also doch einen Corona-Effekt?
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