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Das diesjährige WEF-Motto A Spirit of Dialogue wirkt inmitten zunehmender geopolitischer Spannungen hoffnungsvoll und mahnend zugleich. Doch dieser Spirit wird auf der Rednerbühne in Davos sehr unterschiedlich gelebt.
Warum wir unsere Energieversorgung aus der Marktlogik lösen und wieder als öffentliche Daseinsvorsorge organisieren müssen.
Warum gelten Diktatoren mal als Feinde, mal als Partner? Die blutige Spur des Öls durchzieht die westliche Machtpolitik jenseits vorgeblicher Freiheitsrhetorik.
In der K-förmigen Ökonomie der Vereinigten Staaten vertiefen sich die Unterschiede zwischen Arm und Reich weiter.
Der Kieler Ökonom Moritz Schularick macht immer wieder mit ungewöhnlichen Vorschlägen auf sich aufmerksam. Mal sollen drastisch erhöhte Militärausgaben die Wirtschaft retten und den Wohlstand steigern, mal ist dafür eine unentgeltliche Arbeitszeitverlängerung zwingend erforderlich.
Das Unwort des Jahres 2025 heißt „Sondervermögen“. Das Problem: Die Jury transportiert mit der Auswahl eine fiskalkonservative Erzählung über Staat und Geld.
Während Washington immer offener mit Machtpolitik, Drohungen und Grenzverschiebungen operiert, reagieren Europas Eliten zögerlich und ausweichend. Warum das kein Versehen ist – sondern System hat.
Das Mercosur-Abkommen offenbart einen zentralen Widerspruch der EU: Während Entscheidungen auf EU-Ebene getroffen werden, bleiben Proteste an die Schranken des Nationalstaats gebunden.
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