Daniel Günther – oder: Wie kommt die Wahrheit in die Medien?
CDU-Ministerpräsident Daniel Günther verheddert sich bei Markus Lanz. Er will Meinungsfreiheit, aber irgendwie gehören nicht alle Meinungen dazu, die diese Freiheit genießen dürfen.
Daniel Günther, Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, hat durch seine Äußerungen in der letzten Viertelstunde der Lanz-Sendung vom 7. Januar viel Wirbel ausgelöst. Günther hat am Ende der Sendung in einen Topf geworfen, was nicht in einen Topf gehört. Er hat sich da etwas verheddert. Es war sehr lehrreich.
Günther kann man zunächst dazu gratulieren, dass er nicht nur redet, sondern auch handelt: Das Land Schleswig-Holstein hat sich von den übermächtigen Tech-Konzernen emanzipiert. Es nutzt in den Verwaltungen nicht mehr Microsoft und Co. Das ist gut, sehr gut sogar. Es müsste in Europa mehr passieren, wir müssten endlich unsere eigene Tech-Industrie aufbauen, auch wenn wir viele Jahre hinterherhinken werden. Es gibt sicher viele IT-Spezialisten, die den trumpschen USA den Rücken kehren würden, wenn sie in Europa ein attraktives Arbeitsumfeld hätten. Haben sie aber nicht.
[...]Nichts schreibt sich von allein!
MAKROSKOP analysiert wirtschaftspolitische Themen aus einer postkeynesianischen Perspektive und ist damit in Deutschland einzigartig. MAKROSKOP steht für das große Ganze. Wir haben einen Blick auf Geld, Wirtschaft und Politik, den Sie so woanders nicht finden.
Dabei leben wir von unseren Autoren, ihren Recherchen, ihrem Wissen und ihrem Enthusiasmus. Gemeinsam scheren wir aus den schmaler werdenden Leitplanken des Denkens aus.
Wir verlassen die journalistische Filterblase, in der sich viele eingerichtet haben. Wir öffnen Fenster und bringen frische Luft in die engen und verstaubten Debattenräume.
Brauchen Sie auch frische Luft? Dann folgen Sie einfach dem Button.
ABONNIEREN SIE MAKROSKOP