{"componentChunkName":"component---src-templates-article-tsx","path":"/portugal-erhoht-wochenarbeitszeit-von-35-auf-40-stunden/","result":{"data":{"allDatoCmsArticle":{"edges":[{"node":{"id":"DatoCmsArticle-9474921-de","slug":"portugal-erhoht-wochenarbeitszeit-von-35-auf-40-stunden","articleType":"Normal","visibility":"Geschlossen","deactivateAudio":null,"authors":[{"id":"DatoCmsAuthor-5697487-de","slug":"heiner-flassbeck","name":"Heiner Flassbeck","description":"<p><strong>Heiner Flassbeck </strong>ist Mitbegr&uuml;nder von MAKROSKOP.<span> Er war Honorarprofessor an der Universit&auml;t Hamburg, Chef-Volkswirt der UNCTAD und Staatssekret&auml;r im BMF. Seine Hauptarbeitsgebiete sind die Globalisierung, die Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung sowie Geld- und W&auml;hrungstheorie.</span></p>","shortDescription":"<p><strong>Heiner Flassbeck </strong>ist Mitbegr&uuml;nder von MAKROSKOP.<span> Er war Honorarprofessor an der Universit&auml;t Hamburg, Chef-Volkswirt der UNCTAD und Staatssekret&auml;r im BMF. 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Besser noch als die Austeritätspolitik, die Kürzungen bei staatlichen Ausgaben inmitten der Rezession, zeigt diese „Anpassungsmaßnahme“, wes Geistes Kinder da zu Werke gehen. Die individuelle Arbeitszeit bei hoher Arbeitslosigkeit zu erhöhen zeugt, wie in Deutschland schon die berühmte Rente mit 67, von einer Geisteshaltung, die hohen Dogmatismus mit allergeringster Fähigkeit zu ernsthafter Reflexion verbindet.</p>\n<p>Wir haben hier zwar immer wieder die Position vertreten, mit Arbeitszeitverkürzung ließe sich in einer Zeit der Nachfrageschwäche nicht ohne weiteres die Arbeitslosigkeit reduzieren. Aber das umzudrehen und die Arbeitszeit zu verlängern, ist dennoch mit Sicherheit eine Maßnahme, die kontraproduktiv ist, weil sie die Arbeitslosigkeit weiter erhöht. Es gibt ja in einer Wirtschaft, in der die Nachfrage schon extrem schwach ist, keine höhere Nachfrage durch höhere Einkommen des Einzelnen, sondern die Unternehmen werden nach der Arbeitszeitverlängerung erst recht mehr Personen entlassen, wenn sie die vorhandenen Kapazitäten bereits vorher bei einer 35-Stunden-Woche ihrer Beschäftigten nicht auslasten konnten.</p>\n<p>Arbeitszeitverkürzung hat aber offenbar so hohen Symbolcharakter im Kampf um die ideologische und politische Vorherrschaft des Neoliberalismus, dass man jede Gelegenheit nutzen muss, den linken Apologeten der Arbeitszeitverkürzung zu zeigen, wo der Hammer hängt und jetzt das Rad erst mal wieder andersherum zu drehen. Besonders absurd ist es, dass zur Scheinbegründung in den allermeisten Fällen wieder einmal die internationale Wettbewerbsfähigkeit herhalten muss. Das ist aber das dümmste aller Argumente, denn mit Wettbewerbsfähigkeit hat die Arbeitszeit nun gar nichts zu tun. <a href=\"http://www.flassbeck-economics.de/lohnkosten-pro-stunde/\">Wettbewerbsfähigkeit kann man vernünftigerweise nur messen</a>, wenn man Produktivität und Löhne <b>pro Stunde</b> in verschiedenen Volkswirtschaften vergleicht. Denn ob ein Produkt von zwei Menschen in jeweils vier Stunden oder von einem in acht Stunden hergestellt wird, ist vollkommen egal, wenn beide jeweils den gleichen Lohn pro Stunde erhalten.</p>\n<p>Aber all das ficht die Ideologen in der Troika nicht an: Der Sieg über die Vernunft muss jetzt ein für allemal besiegelt werden, wozu hätte man sonst eine Finanzkrise hinter sich gebracht, die doch fast das Ende des Neoliberalismus eingeläutet hätte.</p>\n"}]}}]},"allDatoCmsEdition":{"edges":[]},"allDatoCmsSpotlight":{"edges":[]}},"pageContext":{"id":"DatoCmsArticle-9474921-de","edition":"","spotlight":""}},"staticQueryHashes":["1132069882","1534434256","1810303247","2076357383","2564995746","3939919066","4078341254","826177454"]}