{"componentChunkName":"component---src-templates-article-tsx","path":"/metaller-in-osterreich-fordern-34-prozent-lohnerhohung/","result":{"data":{"allDatoCmsArticle":{"edges":[{"node":{"id":"DatoCmsArticle-9474326-de","slug":"metaller-in-osterreich-fordern-34-prozent-lohnerhohung","articleType":"Normal","visibility":"Geschlossen","deactivateAudio":null,"authors":[{"id":"DatoCmsAuthor-5697487-de","slug":"heiner-flassbeck","name":"Heiner Flassbeck","description":"<p><strong>Heiner Flassbeck </strong>ist Mitbegr&uuml;nder von MAKROSKOP.<span> Er war Honorarprofessor an der Universit&auml;t Hamburg, Chef-Volkswirt der UNCTAD und Staatssekret&auml;r im BMF. Seine Hauptarbeitsgebiete sind die Globalisierung, die Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung sowie Geld- und W&auml;hrungstheorie.</span></p>","shortDescription":"<p><strong>Heiner Flassbeck </strong>ist Mitbegr&uuml;nder von MAKROSKOP.<span> Er war Honorarprofessor an der Universit&auml;t Hamburg, Chef-Volkswirt der UNCTAD und Staatssekret&auml;r im BMF. 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Sie haben richtig gelesen, es geht um eine Forderung, nicht um einen Abschluss. Und es geht um eines der Länder, in denen, wie wir <a href=\"http://www.flassbeck-economics.de/abo-preview-oesterreich-und-die-schweiz-wunderkinder-oder-trittbrettfahrer-teil-i/\">vor</a> <a href=\"http://www.flassbeck-economics.de/abo-preview-oesterreich-und-die-schweiz-wunderkinder-oder-trittbrettfahrer-teil-ii/\">Kurzem</a> <a href=\"http://www.flassbeck-economics.de/abo-preview-oesterreich-und-schweiz-wunderkinder-oder-trittbrettfahrer-teil-iii/\">gezeigt</a> haben, über Jahre die Löhne wenig, ja – gemessen an den Maßstäben für ein Funktionieren der Europäischen Währungsunion – eindeutig <i>zu</i> wenig gestiegen sind.</p>\n<p>Was aber kann man realistisch als Abschluss erwarten, wenn man 3,4 Prozent fordert? Optimisten hoffen, dass es ein wenig mehr ist als die Hälfte. Alles über zwei Prozent, das ist bei dieser Forderung klar, wird dann als erfolgreicher Abschluss gefeiert und man wird sagen, mehr war einfach nicht drin. Offenbar hoffen einige, dass die Inflation sinkt und dass damit die realen Lohnzuwächse quasi automatisch steigen, wie der Standard meint. Da muss man natürlich fragen, wieso es in Europa eine Währungsunion mit einem klaren Inflationsziel von 1,9 Prozent gibt, wenn in einem der Mitgliedsländer, offenbar ohne über den europäischen Zusammenhang überhaupt nachzudenken, auf fallende Inflationsraten gesetzt wird.</p>\n<p>Dass die Gewerkschaften die Forderung, wohlgemerkt die Forderung!, dann noch für \"gerechtfertigt\" und \"nicht für überzogen\" halten, weil die Inflationsrate der vergangenen zwölf Monate bei 2,4 Prozent und die prognostizierte Output-Steigerung pro Beschäftigten bei einem Prozent liege, zeigt vor allem, das die Gewerkschaften auch in Österreich nichts dringender brauchen als eine makroökonomische Weiterbildung. Wenn sie die hätten, dann könnten sie auch leicht die lächerlichen Argumente abwehren, mit denen von Arbeitgeberseite wie immer das „Kaufkraft-Argument“ gekontert wird. \"Es wäre naiv zu glauben, die Kaufkraft durch höhere Löhne zu steigern\", warnt etwa ein Ökonom eines von der Industrie bezahlten Forschungsinstituts (Eco Austria). Nein, muss man sagen, und so habe ich es gestern in Innsbruck gesagt, es ist einfach nur blöde zu glauben, man könne die Produktivitätszuwächse, die alle gemeinsam erwirtschaftet haben, den Arbeitnehmern systematisch vorenthalten. Man strengt sich nur aus einem einzigen Grunde an, etwas besser und effizienter als vorher zu produzieren, und das ist die Schaffung von mehr Wohlstand. Wohlstand für alle. Und Wohlstand heißt Kaufkraft der Arbeitnehmer, was sonst? Wenn die Marktwirtschaft dazu nicht mehr taugt, taugt sie zu gar nichts.</p>\n"}]}}]},"allDatoCmsEdition":{"edges":[]},"allDatoCmsSpotlight":{"edges":[]}},"pageContext":{"id":"DatoCmsArticle-9474326-de","edition":"","spotlight":""}},"staticQueryHashes":["1132069882","1534434256","1810303247","2076357383","2564995746","3939919066","4078341254","826177454"]}