{"componentChunkName":"component---src-templates-article-tsx","path":"/freiburger-diskussionen/","result":{"data":{"allDatoCmsArticle":{"edges":[{"node":{"id":"DatoCmsArticle-9474534-de","slug":"freiburger-diskussionen","articleType":"Normal","visibility":"Geschlossen","deactivateAudio":null,"authors":[{"id":"DatoCmsAuthor-5697487-de","slug":"heiner-flassbeck","name":"Heiner Flassbeck","description":"<p><strong>Heiner Flassbeck </strong>ist Mitbegr&uuml;nder von MAKROSKOP.<span> Er war Honorarprofessor an der Universit&auml;t Hamburg, Chef-Volkswirt der UNCTAD und Staatssekret&auml;r im BMF. Seine Hauptarbeitsgebiete sind die Globalisierung, die Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung sowie Geld- und W&auml;hrungstheorie.</span></p>","shortDescription":"<p><strong>Heiner Flassbeck </strong>ist Mitbegr&uuml;nder von MAKROSKOP.<span> Er war Honorarprofessor an der Universit&auml;t Hamburg, Chef-Volkswirt der UNCTAD und Staatssekret&auml;r im BMF. Seine Hauptarbeitsgebiete sind die Globalisierung, die Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung sowie Geld- und W&auml;hrungstheorie.</span></p>","picture":{"fixed":{"base64":"data:image/jpeg;base64,/9j/4AAQSkZJRgABAQAAAQABAAD/2wCEAAoHBwgHBgoOEQgRDRMNDgwKDQ0NDxEOFg0OFxgZGBYVFhUmHysjGh0oHSEWJDUlKC0vMjIyGSI4PTcwPCsxMi8BCgsLDg0JFQ4KEC8dFhwvLy8vLy8vLy8vLy8vLy8vLy8vLy8vLy8vLy8vLy8vLy8vLy8vLy8vLy8vLy8vLy8vL//AABEIABkAFwMBIgACEQEDEQH/xAAYAAACAwAAAAAAAAAAAAAAAAAABAMFBv/EACAQAAEDBAIDAAAAAAAAAAAAAAABAgQDBTFBIYESMzT/xAAWAQEBAQAAAAAAAAAAAAAAAAAAAgH/xAAUEQEAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA/9oADAMBAAIRAxEAPwCdjfN6DUhESgIRpbFGK9drqZKmcuzEVwEV4l02OyAEUS6M45LR1wYsfOjHRNFynz9AUV/mq6rnYCN59vYGsf/Z","aspectRatio":0.94,"width":47,"height":50,"src":"https://www.datocms-assets.com/19658/1597856454-heiner-flassbeck-grey.jpg?auto=format&h=50&w=50","srcSet":"https://www.datocms-assets.com/19658/1597856454-heiner-flassbeck-grey.jpg?auto=format&dpr=1&h=50&w=50 1x,\nhttps://www.datocms-assets.com/19658/1597856454-heiner-flassbeck-grey.jpg?auto=format&dpr=1.5&h=50&w=50 1.5x,\nhttps://www.datocms-assets.com/19658/1597856454-heiner-flassbeck-grey.jpg?auto=format&dpr=2&h=50&w=50 2x,\nhttps://www.datocms-assets.com/19658/1597856454-heiner-flassbeck-grey.jpg?auto=format&dpr=3&h=50&w=50 3x","sizes":null}},"books":[{"title":"Grundlagen einer relevanten Ökonomik","cover":{"fixed":{"aspectRatio":0.7194244604316546,"base64":"data:image/jpeg;base64,/9j/4AAQSkZJRgABAQAAAQABAAD/2wCEAAoHBwgHBgoICAgLFQoVDhIPGRMNDikVFQ8NLiIZGBYTFhUaICsvGikoHRYiJUElKC0vMjIyGSI4PTcwPCsxMi8BCgsLDg0FHBAQHDsoIig7Ozs7Ozs7Oy87Lzs7Ozs7Ly87NS81LzUyNTs7Oy8vOy8vLy81LzUvLy8vLzUvLy8vL//AABEIABgAEQMBIgACEQEDEQH/xAAaAAACAgMAAAAAAAAAAAAAAAAABgMFAQQH/8QAJRAAAQMBBgcAAAAAAAAAAAAAAAECBQMEBhEUQVIHEhMWIjFT/8QAFgEBAQEAAAAAAAAAAAAAAAAAAwUE/8QAIBEAAQIFBQAAAAAAAAAAAAAAAgABAwQRFVEFEhMUYf/aAAwDAQACEQMRAD8Aku9YmyNHHQvLfD5aPVWpoaPDyqlWx4owbph/JHOV1PQrxNQJp2ihhoglKuTuuddF+0CyzLPmZFuD4R2X1QXFvPHR1h8moM0pfiKrRj8Gp6ADJFAe6qUOITSrtVJndkZtQAAXYKPlPK//2Q==","height":139,"sizes":null,"src":"https://www.datocms-assets.com/19658/1777048686-9783864894145.jpg?auto=format&h=150&w=100","srcSet":"https://www.datocms-assets.com/19658/1777048686-9783864894145.jpg?auto=format&dpr=1&h=150&w=100 1x,\nhttps://www.datocms-assets.com/19658/1777048686-9783864894145.jpg?auto=format&dpr=1.5&h=150&w=100 1.5x,\nhttps://www.datocms-assets.com/19658/1777048686-9783864894145.jpg?auto=format&dpr=2&h=150&w=100 2x,\nhttps://www.datocms-assets.com/19658/1777048686-9783864894145.jpg?auto=format&dpr=3&h=150&w=100 3x","tracedSVG":"data:image/svg+xml,%3csvg%20xmlns='http://www.w3.org/2000/svg'%20width='400'%20height='559'%20viewBox='0%200%20400%20559'%20preserveAspectRatio='none'%3e%3cpath%20d='M0%20280v279h401V0H0v280M209%2097c-10%201-10%201-10%2010%200%2012%205%2016%209%208%203-4%203-4%206%201s4%205%2032%204a321%20321%200%200157%201l8-2c7%200%208-2%207-9%200-3-1-5-4-9-5-5-8-5-12-1-3%202-3%202-17%203h-13l-2-3c-3-4-6-4-11-1-4%203-6%203-19%203h-15l-4-3-4-3-8%201m-64%203c-4%203-9%204-13%201-3-3-5-4-8-1h-5c-5-4-8-2-9%207%200%2010%203%2014%209%2011h7c5%202%208%202%2024%201l22%201c4%201%206%201%2012-1%207-2%207-2%209-7%203-7%202-9-8-10h-7l-5%201h-7c-2-1-5-2-8-1-3%200-4%200-6-2-3-4-4-4-7%200m-47%2044l-3%203a15266%2015266%200%20002%20355c4%202%20271%202%20273-1%203-2%203-356%201-358s-271-2-273%201'%20fill='%23d3d3d3'%20fill-rule='evenodd'/%3e%3c/svg%3e","width":100}},"link":"https://westendverlag.de/Grundlagen-einer-relevanten-OEkonomik/1627"}]}],"title":"Freiburger Diskussionen","smallTitle":"Theorie","publishDate":"2013-07-16T03:30:47+02:00","editDate":"2013-07-16T03:30:47+02:00","seo":null,"image":null,"content":[{"__typename":"DatoCmsText","id":"DatoCmsText-9474533-de","text":"<p>In der <a href=\"http://www.badische-zeitung.de/kommentare-1/stillstand-in-euroland-wo-bleiben-die-reformen-gegen-die-krise--72071843.html\">Badischen Zeitung vom 22. Mai</a> war ein Kommentar zur Eurokrise abgedruckt, der argumentierte, nur „Wachstum“ ermögliche eine Überwindung des Stillstandes in Europa. In Übereinstimmung mit der herrschenden Lehre wurde argumentiert, nur „Reformen“ könnten solches Wachstum hervorbringen und die brauchten Zeit.</p>\n<p>Wörtlich hieß es dort: „Nötig sind wirtschaftspolitische Reformen, die Wachstum ermöglichen und damit Wohlstand und Steuereinnahmen. Die Reformen sollten gildenhafte Strukturen zerbrechen, weil berufsständische Privilegien in vielen Euroländern ein effizientes Wirtschaften verhindern. Innovationen und Investitionen in Betrieben sollten gefördert, Bewegung auf den Arbeitsmärkten geschaffen werden. Sicher, solche Reformen brauchen Jahre, um zu wirken. Und sie werden vielen Leuten missfallen, weil sie alte Privilegien beseitigen. Notwendig sind sie trotzdem, auch, um zu zeigen, dass die Retterei in Europa Sinn und Ziel hat. Irland, Portugal und Griechenland haben einiges getan. Ihre Wettbewerbsfähigkeit hat sich nachweislich zu bessern begonnen. Dieser Weg ist also richtig.“</p>\n<p>Bemerkenswert ist, dass auf diesen Kommentar zwei Urliberale sehr kritisch geantwortet haben, nämlich Dr. Alfred Bosch, der viele Jahre lang Geschäftsführer des Walter-Eucken-Instituts war, und Prof. Dr. med. Heidwolf Arnold, Medizinprofessor und bekennender Liberaler mit großem Interesse an Wirtschaftspolitik. Beide argumentieren zwar auch, dass die Wettbewerbsfähigkeit in den südeuropäischen Ländern gesteigert werden müsse. Dies geschehe in erster Linie durch  lange  angemahnte Reformen, die aber zu ihrer Wirkung Zeit benötigten. Um das  dringend notwendige Wachstum der Wirtschaft zu generieren, argumentieren Arnold und Bosch, sei aber jetzt außer den Reformen eine expansive Geldpolitik notwendig. Weil aber für  größere private Investitionen in diesen Ländern noch das notwendige Vertrauen fehle, müsse der Staat mit sinnvollen Investitionen einspringen. Das, sagen die beiden Urliberalen, müsse man aus den Erfahrungen aus der Weltwirtschaftskrise lernen! Sie fordern eine Einschränkung der Sparmaßnahmen und eine Umkehr der gegenwärtigen Politik. Es sei eben unmöglich, Wachstum und Sanierung der Haushalte zur gleichen Zeit zu haben, weswegen das Sparen und die Haushaltsanierung so lange hintangestellt werden müssten, bis die Wirtschaft anspringt.</p>\n<p>In dem Brief, der in der Badischen Zeitung abgedruckt wurde, heißt es: „Es stehen einem doch die Haare zu Berg, wenn Ursula von der Leyen gefeiert wird, dass sie gut ausgebildete junge Leute aus Spanien nach Deutschland holt, aber damit letztlich die Zukunft Spaniens gefährdet, und dass in Spanien im Rahmen der verzweifelten Sparmaßnahmen Universitätsinstitute geschlossen werden. Diesen Auswirkungen der Rezession  sehen unsere Politiker bisher tatenlos zu, ja sie fördern sie sogar durch das Beharren auf einem Spardiktat, das in der gegenwärtigen Situation volkswirtschaftlich nicht angesagt ist.“</p>\n<p>Man sieht, Liberalität behindert das Denken nicht. Die meisten Liberalen aber haben mit dem Ausblenden der makroökonomischen Dimension von vorneherein ihr wirtschaftliches Weltbild auf den Horizont der schwäbischen Hausfrau eingeschränkt und machen daher grandiose Fehler in der Analyse. Der Kommentar der Badischen Zeitung verwechselt zum Beispiel wieder einmal Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit. Wer produktiver wird, wird nicht notwendigerweise auch wettbewerbsfähiger, weil bei höherer Produktivität normalerweise die Löhne steigen oder die Währung (außerhalb der Eurozone oder für die Eurozone insgesamt) aufwertet. Die Währungsunion verlangt nur, dass alle das Inflationsziel einhalten, nicht, dass alle die gleiche Produktivität haben. Alle können zusammen produktiver werden, aber alle zusammen können nicht wettbewerbsfähiger werden. Das werden wir sicher noch oft erklären müssen, bevor es die Mehrheit der Liberalen verstanden hat.</p>\n"}]}}]},"allDatoCmsEdition":{"edges":[]},"allDatoCmsSpotlight":{"edges":[]}},"pageContext":{"id":"DatoCmsArticle-9474534-de","edition":"","spotlight":""}},"staticQueryHashes":["1132069882","1534434256","1810303247","2076357383","2564995746","3939919066","4078341254","826177454"]}