{"componentChunkName":"component---src-templates-article-tsx","path":"/der-sogenannte-nobelpreis-fur-wirtschaft/","result":{"data":{"allDatoCmsArticle":{"edges":[{"node":{"id":"DatoCmsArticle-9474298-de","slug":"der-sogenannte-nobelpreis-fur-wirtschaft","articleType":"Normal","visibility":"Geschlossen","deactivateAudio":null,"authors":[{"id":"DatoCmsAuthor-5697487-de","slug":"heiner-flassbeck","name":"Heiner Flassbeck","description":"<p><strong>Heiner Flassbeck </strong>ist Mitbegr&uuml;nder von MAKROSKOP.<span> Er war Honorarprofessor an der Universit&auml;t Hamburg, Chef-Volkswirt der UNCTAD und Staatssekret&auml;r im BMF. Seine Hauptarbeitsgebiete sind die Globalisierung, die Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung sowie Geld- und W&auml;hrungstheorie.</span></p>","shortDescription":"<p><strong>Heiner Flassbeck </strong>ist Mitbegr&uuml;nder von MAKROSKOP.<span> Er war Honorarprofessor an der Universit&auml;t Hamburg, Chef-Volkswirt der UNCTAD und Staatssekret&auml;r im BMF. Seine Hauptarbeitsgebiete sind die Globalisierung, die Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung sowie Geld- und W&auml;hrungstheorie.</span></p>","picture":{"fixed":{"base64":"data:image/jpeg;base64,/9j/4AAQSkZJRgABAQAAAQABAAD/2wCEAAoHBwgHBgoOEQgRDRMNDgwKDQ0NDxEOFg0OFxgZGBYVFhUmHysjGh0oHSEWJDUlKC0vMjIyGSI4PTcwPCsxMi8BCgsLDg0JFQ4KEC8dFhwvLy8vLy8vLy8vLy8vLy8vLy8vLy8vLy8vLy8vLy8vLy8vLy8vLy8vLy8vLy8vLy8vL//AABEIABkAFwMBIgACEQEDEQH/xAAYAAACAwAAAAAAAAAAAAAAAAAABAMFBv/EACAQAAEDBAIDAAAAAAAAAAAAAAABAgQDBTFBIYESMzT/xAAWAQEBAQAAAAAAAAAAAAAAAAAAAgH/xAAUEQEAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA/9oADAMBAAIRAxEAPwCdjfN6DUhESgIRpbFGK9drqZKmcuzEVwEV4l02OyAEUS6M45LR1wYsfOjHRNFynz9AUV/mq6rnYCN59vYGsf/Z","aspectRatio":0.94,"width":47,"height":50,"src":"https://www.datocms-assets.com/19658/1597856454-heiner-flassbeck-grey.jpg?auto=format&h=50&w=50","srcSet":"https://www.datocms-assets.com/19658/1597856454-heiner-flassbeck-grey.jpg?auto=format&dpr=1&h=50&w=50 1x,\nhttps://www.datocms-assets.com/19658/1597856454-heiner-flassbeck-grey.jpg?auto=format&dpr=1.5&h=50&w=50 1.5x,\nhttps://www.datocms-assets.com/19658/1597856454-heiner-flassbeck-grey.jpg?auto=format&dpr=2&h=50&w=50 2x,\nhttps://www.datocms-assets.com/19658/1597856454-heiner-flassbeck-grey.jpg?auto=format&dpr=3&h=50&w=50 3x","sizes":null}},"books":[{"title":"Grundlagen einer relevanten Ökonomik","cover":{"fixed":{"aspectRatio":0.7194244604316546,"base64":"data:image/jpeg;base64,/9j/4AAQSkZJRgABAQAAAQABAAD/2wCEAAoHBwgHBgoICAgLFQoVDhIPGRMNDikVFQ8NLiIZGBYTFhUaICsvGikoHRYiJUElKC0vMjIyGSI4PTcwPCsxMi8BCgsLDg0FHBAQHDsoIig7Ozs7Ozs7Oy87Lzs7Ozs7Ly87NS81LzUyNTs7Oy8vOy8vLy81LzUvLy8vLzUvLy8vL//AABEIABgAEQMBIgACEQEDEQH/xAAaAAACAgMAAAAAAAAAAAAAAAAABgMFAQQH/8QAJRAAAQMBBgcAAAAAAAAAAAAAAAECBQMEBhEUQVIHEhMWIjFT/8QAFgEBAQEAAAAAAAAAAAAAAAAAAwUE/8QAIBEAAQIFBQAAAAAAAAAAAAAAAgABAwQRFVEFEhMUYf/aAAwDAQACEQMRAD8Aku9YmyNHHQvLfD5aPVWpoaPDyqlWx4owbph/JHOV1PQrxNQJp2ihhoglKuTuuddF+0CyzLPmZFuD4R2X1QXFvPHR1h8moM0pfiKrRj8Gp6ADJFAe6qUOITSrtVJndkZtQAAXYKPlPK//2Q==","height":139,"sizes":null,"src":"https://www.datocms-assets.com/19658/1777048686-9783864894145.jpg?auto=format&h=150&w=100","srcSet":"https://www.datocms-assets.com/19658/1777048686-9783864894145.jpg?auto=format&dpr=1&h=150&w=100 1x,\nhttps://www.datocms-assets.com/19658/1777048686-9783864894145.jpg?auto=format&dpr=1.5&h=150&w=100 1.5x,\nhttps://www.datocms-assets.com/19658/1777048686-9783864894145.jpg?auto=format&dpr=2&h=150&w=100 2x,\nhttps://www.datocms-assets.com/19658/1777048686-9783864894145.jpg?auto=format&dpr=3&h=150&w=100 3x","tracedSVG":"data:image/svg+xml,%3csvg%20xmlns='http://www.w3.org/2000/svg'%20width='400'%20height='559'%20viewBox='0%200%20400%20559'%20preserveAspectRatio='none'%3e%3cpath%20d='M0%20280v279h401V0H0v280M209%2097c-10%201-10%201-10%2010%200%2012%205%2016%209%208%203-4%203-4%206%201s4%205%2032%204a321%20321%200%200157%201l8-2c7%200%208-2%207-9%200-3-1-5-4-9-5-5-8-5-12-1-3%202-3%202-17%203h-13l-2-3c-3-4-6-4-11-1-4%203-6%203-19%203h-15l-4-3-4-3-8%201m-64%203c-4%203-9%204-13%201-3-3-5-4-8-1h-5c-5-4-8-2-9%207%200%2010%203%2014%209%2011h7c5%202%208%202%2024%201l22%201c4%201%206%201%2012-1%207-2%207-2%209-7%203-7%202-9-8-10h-7l-5%201h-7c-2-1-5-2-8-1-3%200-4%200-6-2-3-4-4-4-7%200m-47%2044l-3%203a15266%2015266%200%20002%20355c4%202%20271%202%20273-1%203-2%203-356%201-358s-271-2-273%201'%20fill='%23d3d3d3'%20fill-rule='evenodd'/%3e%3c/svg%3e","width":100}},"link":"https://westendverlag.de/Grundlagen-einer-relevanten-OEkonomik/1627"}]}],"title":"Der sogenannte Nobelpreis für Wirtschaft","smallTitle":"Theorie","publishDate":"2013-10-16T03:00:44+02:00","editDate":"2013-10-16T03:00:44+02:00","seo":null,"image":null,"content":[{"__typename":"DatoCmsText","id":"DatoCmsText-9474297-de","text":"<p>Günther Grunert hat schon viele wichtige Dinge zur Verleihung des Nobelpreises gesagt und auf das an Wirklichkeitsverweigerung grenzende Interview verwiesen, das Eugene Fama 2010 gegeben hat.</p>\n<p>Ich möchte aber noch kurz zur Sache sagen, dass die Theorie effizienter Finanzmärkte, die von der zentralen Aussage lebt, diese Märkte verarbeiteten alle vorhandenen Informationen, weitgehend sinnlos ist. Was sind alle vorhandenen Informationen und wie werden sie verarbeitet? <i>Das</i> ist die relevante Frage! Die Theorie lebt natürlich auch von der Annahme, die Finanzmärkte seien aufgebaut wie alle anderen Märkte, was heißt, erstens, die Marktteilnehmer sind unabhängig voneinander und bringen ihre individuellen Informationen in das Marktgeschehen ein. Zweitens ist unterstellt, dass auch die Verarbeitung von vorhandenen Informationen unterschiedlich sein kann und sein wird.</p>\n<p>Das ist aber beides falsch. Weder gibt es wichtige individuelle Informationen, die der einzelne Teilnehmer einbringt, noch werden die vorhandenen Informationen auf vollkommen unterschiedliche Weise interpretiert. Vielmehr erhalten alle Marktteilnehmer die gleichen volkswirtschaftlichen Informationen (ein Konjunkturindex steigt oder sinkt, die Zentralbank restringiert oder nicht) und interpretieren sie auch in der Regel in der gleichen Weise (expansive Geldpolitik führt zu steigenden Preisen der riskanten Vermögenstitel und umgekehrt).</p>\n<p>Zu welch absurden Ergebnissen das sich daraus ergebende Herdenverhalten führt, kann man besonders gut am Devisenmarkt erkennen, wenn der Wechselkurs der freien Preisbildung am Markt überlassen wird. Denn am Devisenmarkt gibt es wenigstens für die Richtung, die der Wechselkurs nehmen sollte, in der Theorie sehr klare Vorstellungen (Kaufkraftparitäten- oder Zinsparitätentheorie, wonach die Wechselkuränderung die Inflations- oder Zinsdifferenzen ausgleichen soll). In Wirklichkeit werden bei flexiblen Wechselkursen genau diese Vorstellungen fast immer widerlegt. Die Wechselkursänderung wird nämlich von massiver Spekulation mit den Zinsdifferenzen (carry trade) bestimmt. Die Spekulation destabilisiert den gesamten Markt und die beteiligten Volkswirtschaften, weil sie auch über sehr lange Fristen dazu führt, dass sich die Währungen in die falsche Richtung bewegen. So geschehen mit den Währungen von Ländern wie Brasilien, Südafrika, Indien, der Türkei oder Ungarn – also das Gegenteil von dem, was die Theorie effizienter Finanzmärkte suggeriert. Denn Länder mit relativ hohen Zinsen und relativ hoher Inflation wie die genannten müssten ihre Währung gegenüber preisstabileren Ländern abwerten. <a href=\"http://www.flassbeck-economics.de/abo-preview-indien-brasilien-und-andere-schwellenlaender-im-fadenkreuz-der-investoren-und-der-medien-warum-was-einmal-falsch-war-auch-durch-eine-radikale-korrektur-nich-2/\">Wir haben erst kürzlich darauf hingewiesen</a>. Solche einfachen Fakten werden aber von Herrn Fama und vielen Kollegen schlicht ignoriert, weil sie sonst ihre Theorie ja sofort über Bord werfen müssten.</p>\n<p>Das Nobelkomitee hat wieder einmal bewiesen, dass es sich an lächerlichen akademischen Standards ausrichtet, die mit dem Verständnis der Wirklichkeit nichts zu tun haben und auch nichts zu tun haben wollen. Nach der Finanzkrise einem entschiedenen Vertreter der Deregulierung der Finanzmärkte den Preis zu geben, ist aber auch politisch eine lächerliche Entscheidung. Das wird auch nicht dadurch geheilt, dass er sich den Preis mit einem Kritiker der Finanzmärkte teilen muss, sondern macht die Entscheidung nur noch angreifbarer. Das Beste, was man machen kann, ist, den Preis abzuschaffen, das Zweitbeste, ihn konsequent zu ignorieren.</p>\n"}]}}]},"allDatoCmsEdition":{"edges":[]},"allDatoCmsSpotlight":{"edges":[]}},"pageContext":{"id":"DatoCmsArticle-9474298-de","edition":"","spotlight":""}},"staticQueryHashes":["1132069882","1534434256","1810303247","2076357383","2564995746","3939919066","4078341254","826177454"]}