{"componentChunkName":"component---src-templates-article-tsx","path":"/binnenmarkt-noch-immer-extrem-schwach-aber-wer-erfahrt-davon-schon/","result":{"data":{"allDatoCmsArticle":{"edges":[{"node":{"id":"DatoCmsArticle-8887803-de","slug":"binnenmarkt-noch-immer-extrem-schwach-aber-wer-erfahrt-davon-schon","articleType":"Normal","visibility":"Geschlossen","deactivateAudio":null,"authors":[{"id":"DatoCmsAuthor-5697487-de","slug":"heiner-flassbeck","name":"Heiner Flassbeck","description":"<p><strong>Heiner Flassbeck </strong>ist Mitbegr&uuml;nder von MAKROSKOP.<span> Er war Honorarprofessor an der Universit&auml;t Hamburg, Chef-Volkswirt der UNCTAD und Staatssekret&auml;r im BMF. Seine Hauptarbeitsgebiete sind die Globalisierung, die Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung sowie Geld- und W&auml;hrungstheorie.</span></p>","shortDescription":"<p><strong>Heiner Flassbeck </strong>ist Mitbegr&uuml;nder von MAKROSKOP.<span> Er war Honorarprofessor an der Universit&auml;t Hamburg, Chef-Volkswirt der UNCTAD und Staatssekret&auml;r im BMF. 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Und der <a href=\"https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2013/11/PD13_404_45212.html;jsessionid=EB24B31A37B276926FC18203035D3832.cae1\">Einzelhandel</a> fiel im Oktober saisonbereinigt auf das Niveau vom Frühjahr zurück.</p>\n<p>Doch von Ernüchterung war in der Öffentlichkeit nicht die Rede. Das ist verständlich. Wer gerade tief ins Glas geschaut hat und sich berauschen will an positiven Ergebnissen, weil negative nicht in sein vorgefertigtes Weltbild passen, der lässt sich so schnell nicht beeindrucken von Fakten, weil er einfach nicht nüchtern sein will. Wie oft man in diesen Tagen in den Medien von der „hervorragenden Lage der deutschen Wirtschaft“, „der ausgezeichneten Konjunktur“ und ähnlichem Blödsinn hört, kann man schon gar nicht mehr zählen oder registrieren. Man fragt sich nur immer, für wie dumm die Medienmacher und ihre Vordermänner- und frauen den Normalbürger halten müssen. Monat für Monat über den unten noch einmal erwähnten, absolut lächerlichen GfK-Index zu schreiben, ohne andere und weit seriösere Zahlen überhaupt zur Kenntnis zu nehmen, beweist ein Ausmaß an Manipulationsbereitschaft, das beängstigend ist.</p>\n<p>Ein Leser schrieb uns am Freitag dazu (vielen Dank dafür):</p>\n<p>„Prüfen Sie einmal über die Google-Suchfunktion die Häufigkeit der Berichte zur schlechten Entwicklung des Oktober-Einzelhandelsumsatzes einerseits und zur Entwicklung des GfK-Konsumklimaindex (Medientenor: \"höchster Stand seit sechs Jahren\") andererseits.</p>\n<p>Auch das ZDF zieht es vor, in seinem heutigen Videotext über das Thema Einzelhandelsumsatz zu schweigen. Der ARD-Videotext (Stand: 29.11.2013, 15 Uhr) schreibt unter der Überschrift \"Einzelhändler mit Umsatzminus\":</p>\n<p><i>\"Die deutschen Einzelhändler haben trotz der guten Kauflaune der Verbraucher im Oktober überraschend weniger eingenommen. Ihr Umsatz sank um 0,4 Prozent zum Vormonat und damit bereits zum zweiten Mal in Folge, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.</i></p>\n<p><i>Im Vergleich zum Oktober 2012 hatten die Einzelhändler 0,8 Prozent mehr in den Kassen. Dazu trug der boomende Internet- und Versandhandel maßgeblich bei, dessen Umsatz kletterte um 4,8 Prozent. Supermärkte und Warenhäuser kamen auf ein Plus von 4,2 Prozent.\"</i></p>\n<p>In der <a href=\"https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2013/11/PD13_404_45212.html;jsessionid=EB24B31A37B276926FC18203035D3832.cae1\">Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes</a> zur Entwicklung des Einzelhandelsumsatzes im Monat Oktober 2013 heißt es:</p>\n<p><i>\"Die Einzelhandelsunternehmen in Deutschland setzten im Oktober 2013 ... [i]m Vergleich zum September 2013 ... kalender- und saisonbereinigt ... nominal um 0,4 % und real um 0,8 % ... [weniger um].</i></p>\n<p><i>Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte im Oktober 2013 nominal 3,9 % und real 1,1 % mehr um als im Oktober 2012. Dabei lag der Umsatz bei den Supermärkten, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkten nominal um 4,2 % und real um 1,5 % höher als im Vorjahresmonat. Im Facheinzelhandel mit Lebensmitteln wurde dagegen nominal 0,3 % und real 2,8 % weniger umgesetzt als im Oktober 2012. Im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln lagen die Umsätze nominal 1,4 % und real 1,5 % unter den Werten des Vorjahresmonats.\"</i></p>\n<p>Die ARD vermeldet die optisch bessere, ökonomisch jedoch irrelevante Entwicklung der <b>nominalen</b> Einzelhandelsumsätze. Fakt ist, dass sich der <b>reale</b> (inflationsbereinigte Einzelhandelsumsatz) sowohl im Vergleich zum Vormonat als auch im Vergleich zum Vorjahr verringert hat.“</p>\n"}]}}]},"allDatoCmsEdition":{"edges":[]},"allDatoCmsSpotlight":{"edges":[]}},"pageContext":{"id":"DatoCmsArticle-8887803-de","edition":"","spotlight":""}},"staticQueryHashes":["1132069882","1534434256","1810303247","2076357383","2564995746","3939919066","4078341254","826177454"]}