{"componentChunkName":"component---src-templates-article-tsx","path":"/202026/grenzen-der-staatsverschuldung-liegen-in-den-realen-ressourcen/","result":{"data":{"allDatoCmsArticle":{"edges":[{"node":{"id":"DatoCmsArticle-JNnS79iATM-Ab4SDvqQ-UQ-de","slug":"grenzen-der-staatsverschuldung-liegen-in-den-realen-ressourcen","articleType":"Normal","visibility":"Immer offen","deactivateAudio":false,"authors":[{"id":"DatoCmsAuthor-HLyZzwomRmKP5QMLdbOzWQ-de","slug":"florian-schaaf","name":"Florian Schaaf","description":"","shortDescription":"<p><strong>Florian Schaaf</strong> studierte den Master Sozio&ouml;konomie an der Universit&auml;t Duisburg-Essen. Seit 2025 ist er Redakteur bei MAKROSKOP und schreibt zu verschiedenen Themen pluraler &Ouml;konomie.</p>","picture":null,"books":[]}],"title":"Die Grenzen der Staatsverschuldung liegen in den realen Ressourcen","smallTitle":"Krach in der Redaktion","publishDate":"2026-06-05T00:00:00+02:00","editDate":null,"seo":{"image":{"fixed":{"src":"https://www.datocms-assets.com/19658/1772106943-krach-in-der-redaktion.jpg?auto=format&fit=crop&h=627&w=1200"}}},"image":{"title":null,"fluid":{"base64":"data:image/jpeg;base64,/9j/4AAQSkZJRgABAQAAAQABAAD/2wCEAAoHBwgHBgoIEhAPEBMVDhgSDxgNDRYNDRANFxMZGiITIhUaHysjHR0oHSEWJTUlKC0vMjIyGSI4PTcwPCsxMi8BCgsLDg0OHA0NHC8oFig7OzAvLy8vLy8vLzUvNTsvLy8vLy8vLy8vLy8vNS8vLy8vLy8vLy8vLy8vLy8vLy8vL//AABEIABUAGAMBIgACEQEDEQH/xAAaAAEAAgMBAAAAAAAAAAAAAAAABQcDBAYC/8QAHRAAAgICAwEAAAAAAAAAAAAAAAIBAwQFE2FxBv/EABcBAQEBAQAAAAAAAAAAAAAAAAQDBQL/xAAbEQABBQEBAAAAAAAAAAAAAAAAAQIRITFBEv/aAAwDAQACEQMRAD8Ash9ilWyiDW3WbDPE9GHJoidup43yKixHRbzZzUENOWr5AI6ut5ypkD2toKsSWHZjVztFkj/o6l5F8AAJqFeHPLUq3AA0WYEdp//Z","aspectRatio":1.1951020408163264,"width":2928,"height":2450,"src":"https://www.datocms-assets.com/19658/1772106943-krach-in-der-redaktion.jpg?auto=format","srcSet":"https://www.datocms-assets.com/19658/1772106943-krach-in-der-redaktion.jpg?auto=format&dpr=0.07&w=2928 200w,\nhttps://www.datocms-assets.com/19658/1772106943-krach-in-der-redaktion.jpg?auto=format&dpr=0.14&w=2928 400w,\nhttps://www.datocms-assets.com/19658/1772106943-krach-in-der-redaktion.jpg?auto=format&dpr=0.28&w=2928 800w,\nhttps://www.datocms-assets.com/19658/1772106943-krach-in-der-redaktion.jpg?auto=format&dpr=0.41&w=2928 1200w,\nhttps://www.datocms-assets.com/19658/1772106943-krach-in-der-redaktion.jpg?auto=format&dpr=0.55&w=2928 1600w,\nhttps://www.datocms-assets.com/19658/1772106943-krach-in-der-redaktion.jpg?auto=format&dpr=0.82&w=2928 2400w,\nhttps://www.datocms-assets.com/19658/1772106943-krach-in-der-redaktion.jpg?auto=format&dpr=1&w=2928 2928w","sizes":"(max-width: 800px) 100vw, 800px"},"customData":{}},"content":[{"__typename":"DatoCmsText","id":"DatoCmsText-dqWONcolSDOeOjuqdard_g-de","text":"<h3 class=\"MsoNormal\">Droht bei einer hohen Staatsschuldenquote zwangsl&auml;ufig der Crash? Nein, die Grenzen der Staatsverschuldung liegen in der Verf&uuml;gbarkeit der realen Ressourcen.</h3>\n<p class=\"MsoNormal\"><i>In der MAKROSKOP-Redaktion gibt es bei verschiedenen Themen unterschiedliche Meinungen. In diesem Format tragen wir die Debatten &ouml;ffentlich aus. M&ouml;ge das bessere Argument gewinnen!<o:p></o:p></i></p>\n<p class=\"MsoNormal\">Wenn der Staat seine Ausgaben erh&ouml;ht &ndash; am besten auch noch auf Kredit &ndash;, steige zwangsl&auml;ufig die Inflation in der Gesamtwirtschaft und wachsende Zinskosten gef&auml;hrden die allgemeine Zahlungsf&auml;higkeit. Deshalb m&uuml;ssen die die Staatsschulden, relativ zum Bruttoinlandsprodukt, dringlichst auf einem niedrigen Niveau gehalten werden. <o:p></o:p></p>\n<p class=\"MsoNormal\">So oder so &auml;hnlich lautet das in der allgemeinen wirtschaftspolitischen Debatte gerne bem&uuml;hte Bild der optimalen Finanzpolitik. Doch wo liegen diese proklamierten Grenzen der Staatsverschuldung? Bei einer Staatsschuldenquote von 60 Prozent wie in den EU-Vertr&auml;gen? Oder doch bei der eindrucksvollen Zahl von 100 Prozent?<o:p></o:p></p>\n<p class=\"MsoNormal\">Bis 2029 werde die Welt insgesamt eine Staatsverschuldung von 100 Prozent des globalen BIPs erreichen, <a href=\"https://www.imf.org/en/publications/fm/issues/2026/04/15/fiscal-monitor-april-2026\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">prognostiziert der IWF</a>. Droht der gro&szlig;e Crash? Oder hat diese Zahl eigentlich gar keine richtige Aussagekraft? Gibt es eine Grenze der Staatsverschuldung &ndash; und wenn ja, wo liegt sie?<o:p></o:p></p>\n<p class=\"MsoNormal\">Geld f&auml;llt nicht vom Himmel, es wird digital gesch&ouml;pft &ndash; unter anderen durch neue Staatsausgaben. Dar&uuml;ber hinaus entsteht das Geld in einem von der Zentralbank reglementierten System, das per Mandat von den Staaten beauftragt ist. Geld ist in diesem Kontext nur ein Buchungssatz in einer Bilanz und in der Menge grunds&auml;tzlich nicht knapp. Nachzulesen sind die Grunds&auml;tze der Geldsch&ouml;pfung auf MAKROSKOP.<o:p></o:p></p>\n<p class=\"MsoNormal\">In der Realit&auml;t wird das Geld jedoch politisch knapp gemacht &ndash; von der deutschen Schuldenbremse oder den europ&auml;ischen Fiskalregeln. Au&szlig;erhalb der selbstlimitierenden Fiskalregeln wird von verschiedener Seite oft argumentiert, der Staat brauche eben auch die Privatwirtschaft, die die emittierten Staatsanleihen kauft. Sollten diese Zweifel an der Zahlungsf&auml;higkeit des Staates haben, steigen die Risikoaufschl&auml;ge in Form der Zinsen stark, so das Argument.<o:p></o:p></p>\n<p class=\"MsoNormal\">Im aktuellen, nicht angepassten System, kommt so auch der Zentralbank eine wichtige Rolle zu. Diese kann die Staatsanleihen von den Privatbanken aufkaufen und so die Nachfrage sowie damit den Zins stabilisieren. Wenn die Herrin des Geldes ihre Staaten st&uuml;tzt, ist eine Zahlungsunf&auml;higkeit der Staaten nicht m&ouml;glich. In der Eurozone ist die Zentralbank jedoch relativ autonom und kann im Rahmen ihres Mandates selbst entscheiden, ob sie die Staaten in die Pfanne haut.<o:p></o:p></p>\n<p class=\"MsoNormal\">W&auml;hrend die EZB im Falle Griechenlands nach der gro&szlig;en Finanzkrise noch disziplinierend handelte und griechische Anleihen schlechter bewertete, vollzog sie in j&uuml;ngerer Vergangenheit zus&auml;tzlich expansive Anleihekaufprogramme, die die Finanzierung der europ&auml;ischen Staaten st&uuml;tzte. Dazu sei angemerkt: Grunds&auml;tzlich k&ouml;nnten die Staaten der Zentralbank auch ein Mandat geben, das ein solches Verhalten bef&ouml;rdert.&nbsp;<o:p></o:p></p>\n<p class=\"MsoNormal\">Naben der allgemeinen Zahlungsf&auml;higkeit der Staaten wird weiterhin oft die auf zus&auml;tzliche Staatsverschuldung folgende eskalierende Inflation angef&uuml;hrt. Dass eine pauschale Steigerung der Geldmenge in einem souver&auml;nen Industrieland zu Inflation f&uuml;hrt, ist falsch und ein veralteter, wenngleich hartn&auml;ckiger Glaubenssatz. <o:p></o:p></p>\n<p class=\"MsoNormal\">F&uuml;hren Staatsschulden daher nicht zu Inflation? So einfach ist es nicht. Die Frage dabei ist, wie ausgelastet die hiesige Realwirtschaft ist. Produziert eine Branche bisher unter ihren M&ouml;glichkeiten, f&uuml;hrt ein zus&auml;tzlicher staatlicher Auftrag einfach zu einer Erh&ouml;hung der Produktion. W&uuml;rde ein Unternehmen einfach einen h&ouml;heren Preis fordern, k&ouml;nnte ein zweites Unternehmen das andere durch den alten Preis unterbieten.<o:p></o:p></p>\n<p class=\"MsoNormal\">Ist die Realwirtschaft allerdings bereits ausgelastet, kann der Staat h&ouml;chstens einen vorherigen Kunden finanziell &uuml;berbieten und so den Auftrag an sich rei&szlig;en. In diesem Fall w&uuml;rde das Preisniveau steigen und die zus&auml;tzlichen Staatsausgaben h&auml;tten zu Inflation gef&uuml;hrt. Wie hoch die Staatsschuldenquote ist, macht nicht unbedingt einen Unterschied. Ein Beispiel: Lange hatte der japanische Staat eine steigenden Staatsschuldenquote von &uuml;ber 200 Prozent des Bruttoinlandprodukts. Die Inflation blieb dennoch historisch niedrig.<o:p></o:p></p>\n<p class=\"MsoNormal\">In den meisten Zeiten der Geschichte ist die Wirtschaft unterausgelastet gewesen, wodurch keine Inflation durch die staatliche Expansion zu erwarten war. Auf die Ausgangsfrage zugespitzt, bedeutet das: Ja, es gibt Grenzen der Staatsverschuldung. Diese liegen in souver&auml;nen Industriel&auml;ndern jedoch nicht in einer willk&uuml;rlichen Zahl der Staatsschuldenquote, sondern praktisch in der Verf&uuml;gbarkeit der realen Ressourcen. <o:p></o:p></p>"},{"__typename":"DatoCmsRelatedArticlesBox","id":"DatoCmsRelatedArticlesBox-JrO3TznNRBOFAt3OHW_PIw-de","articles":[{"title":"Staatsverschuldung: Nicht nur in den realen Ressourcen liegen Grenzen","publishDate":"2026-06-05T00:00:00+02:00","id":"DatoCmsArticle-DLG-x-TMQdq0qcZgdf4mKg-de","slug":"staatsverschuldung-nicht-nur-in-den-realen-ressourcen-liegen-grenzen","articleType":"Normal","authors":[{"name":"Sebastian Müller","lastname":"Müller","firstname":"Sebastian"}],"image":{"fixed":{"aspectRatio":1.7647058823529411,"base64":"data:image/jpeg;base64,/9j/4AAQSkZJRgABAQAAAQABAAD/2wCEAAoHBwgHBgoICAgLERILDhgNDw0NFRINEhEYFx8ZGBYTFhUaHysjGh0oHRUiJDUlKC0vMjIyGSI4PTcwPCsxMi8BCgsLDg0OHA0NHC8cFh07Ly8vLy87Ly8vLy8vLy8vLy8vLy8vLy8vLy8vLy8vLy8vLy8vLy8vLy8vLy8vLy8vL//AABEIAA4AGAMBIgACEQEDEQH/xAAXAAADAQAAAAAAAAAAAAAAAAAABAYD/8QAHxAAAQQCAgMAAAAAAAAAAAAAAQACAxEEBTFhBhRR/8QAFgEBAQEAAAAAAAAAAAAAAAAABAMC/8QAGBEAAwEBAAAAAAAAAAAAAAAAAAERIQL/2gAMAwEAAhEDEQA/ALrIypm7UAWs91LIKc74mpob2w45S/kIIIb0rzTFUJluW45VIRFjj2LtCfysCvpU/9k=","sizes":null,"height":85,"srcSet":"https://www.datocms-assets.com/19658/1772106943-krach-in-der-redaktion.jpg?auto=format&crop=focalpoint&dpr=1&fit=crop&fp-x=0.5&fp-y=0.5&h=85&w=150 1x,\nhttps://www.datocms-assets.com/19658/1772106943-krach-in-der-redaktion.jpg?auto=format&crop=focalpoint&dpr=1.5&fit=crop&fp-x=0.5&fp-y=0.5&h=85&w=150 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