{"componentChunkName":"component---src-templates-article-tsx","path":"/172026/russland-senkt-wachstumsprognose-drastisch/","result":{"data":{"allDatoCmsArticle":{"edges":[{"node":{"id":"DatoCmsArticle-PU1gzjaURiqPjQsLzI0pYg-de","slug":"russland-senkt-wachstumsprognose-drastisch","articleType":"Normal","visibility":"Offen","deactivateAudio":false,"authors":[{"id":"DatoCmsAuthor-HLyZzwomRmKP5QMLdbOzWQ-de","slug":"florian-schaaf","name":"Florian Schaaf","description":"","shortDescription":"<p><strong>Florian Schaaf</strong> studierte den Master Sozio&ouml;konomie an der Universit&auml;t Duisburg-Essen. Seit 2025 ist er Redakteur bei MAKROSKOP und schreibt zu verschiedenen Themen pluraler &Ouml;konomie.</p>","picture":null,"books":[]}],"title":"Russland senkt Wachstumsprognose drastisch","smallTitle":"Kurz & News","publishDate":"2026-05-13T00:00:00+02:00","editDate":null,"seo":{"image":{"fixed":{"src":"https://www.datocms-assets.com/19658/1778593528-imago855297621.jpg?auto=format&fit=crop&h=627&w=1200"}}},"image":{"title":"IMAGO / ITAR-TASS","fluid":{"base64":"data:image/jpeg;base64,/9j/4AAQSkZJRgABAQAAAQABAAD/2wCEAAoHBwgHBgoIEggLCg8TGQ8QDQ0RDhQaFg0MFxUZGBYVIhUaHysjGh0oHRUWJDUlKC0vMjIyGSI4PTcwPCsxMi8BCgsLDg0OHBAQHDslHRw7Ly8vLy8vNS8vLy8vLy8vLy8vLy8vLy8vLy8vLy8vLy8vLy8vLy8vLy8vLy8vLy8vL//AABEIAA8AGAMBIgACEQEDEQH/xAAZAAACAwEAAAAAAAAAAAAAAAABBAIDBQD/xAAfEAABAwMFAAAAAAAAAAAAAAADAAECBAUREhMxMkL/xAAWAQEBAQAAAAAAAAAAAAAAAAADBAH/xAAaEQABBQEAAAAAAAAAAAAAAAAAAQIDBBQR/9oADAMBAAIRAxEAPwDAHaRSlyng2QOpnyiKmk3pNjHNm7KtbzhIqcKIU19kBIDNlFSqdx441Llm1wTq0PT/2Q==","aspectRatio":1.6046511627906976,"width":4968,"height":3096,"src":"https://www.datocms-assets.com/19658/1778593528-imago855297621.jpg?auto=format","srcSet":"https://www.datocms-assets.com/19658/1778593528-imago855297621.jpg?auto=format&dpr=0.05&w=4968 200w,\nhttps://www.datocms-assets.com/19658/1778593528-imago855297621.jpg?auto=format&dpr=0.09&w=4968 400w,\nhttps://www.datocms-assets.com/19658/1778593528-imago855297621.jpg?auto=format&dpr=0.17&w=4968 800w,\nhttps://www.datocms-assets.com/19658/1778593528-imago855297621.jpg?auto=format&dpr=0.25&w=4968 1200w,\nhttps://www.datocms-assets.com/19658/1778593528-imago855297621.jpg?auto=format&dpr=0.33&w=4968 1600w,\nhttps://www.datocms-assets.com/19658/1778593528-imago855297621.jpg?auto=format&dpr=0.49&w=4968 2400w,\nhttps://www.datocms-assets.com/19658/1778593528-imago855297621.jpg?auto=format&dpr=1&w=4968 4968w","sizes":"(max-width: 800px) 100vw, 800px"},"customData":{}},"content":[{"__typename":"DatoCmsText","id":"DatoCmsText-fs_d-0AoRZW1f3Z8Mc56Fg-de","text":"<h3 class=\"MsoNormal\">Russlands Wirtschaft schw&auml;chelt deutlich. Trotz hoher &Ouml;lpreise und Kriegswirtschaft bremsen Inflation, hohe Zinsen und fehlende Arbeitskr&auml;fte das Wachstum sp&uuml;rbar aus. Moskau musste seine Prognosen drastisch nach unten korrigieren.<o:p></o:p></h3>\n<p class=\"MsoNormal\">Russland hat seine Wachstumsprognosen sp&uuml;rbar nach unten korrigiert. Das Bruttoinlandsprodukt soll 2026 nur noch um 0,4 Prozent zulegen, sagte der stellvertretende Ministerpr&auml;sident Alexander Nowak. Bislang war die Regierung in Moskau von 1,3 Prozent ausgegangen. Auch f&uuml;r 2027 wurden die Erwartungen gesenkt: Statt 2,8 Prozent rechnet die Regierung nun nur noch mit 1,4 Prozent Wachstum.<o:p></o:p></p>\n<p class=\"MsoNormal\">Die <a href=\"https://wiiw.ac.at/press-release-spring-forecast-eastern-europe-weathering-the-iran-shock-for-now-german-pnd-159.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Fr&uuml;hjahrsprognose des Wiener Instituts f&uuml;r Internationale Wirtschaftsvergleiche</a> st&uuml;tzt diese Darstellung: F&uuml;r 2026 erwartet das wiiw ein Wachstum von 0,9 Prozent und f&uuml;r 2027 von 1,5 Prozent.<br><br>Der Chef des schwedischen Milit&auml;rgeheimdienstes Thomas Nilsson wirft Russland indes vor, Wirtschaftsdaten systematisch zu manipulieren, um die Lage robuster erscheinen zu lassen. <o:p></o:p></p>\n<p class=\"MsoNormal\">In den ersten beiden Monaten des laufenden Jahres schrumpfte die Wirtschaft nach wiiw-Angaben annualisiert um 2,1 Prozent im Januar und um 1,5 Prozent im Februar. Das russische Wirtschaftsministerium bezifferte den R&uuml;ckgang des Bruttoinlandsprodukts in den ersten beiden Monaten auf 1,8 Prozent.<o:p></o:p></p>\n<h3 class=\"MsoNormal\">Hohe Zinsen und Inflation bremsen die Wirtschaft<o:p></o:p></h3>\n<p class=\"MsoNormal\">Die strukturellen Probleme bleiben erheblich. Vasily Astrov, Russland-Experte des wiiw, nennt als Hauptgr&uuml;nde der Wachstumsschw&auml;che die weiterhin hohen Leitzinsen, zu geringe Investitionen in neue Produktionskapazit&auml;ten und den Arbeitskr&auml;ftemangel.<o:p></o:p></p>\n<p class=\"MsoNormal\">Die russische Zentralbank hatte den Leitzins j&uuml;ngst zum achten Mal in Folge auf nun 15 Prozent gesenkt &ndash; im Fr&uuml;hjahr 2025 hatte der Zinssatz noch bei &uuml;ber 20 Prozent gelegen. Zum Vergleich: Der Einlagenzins der Europ&auml;ischen Zentralbank liegt seit der letzten Senkung im Juni 2025 bei rund zwei Prozent.<o:p></o:p></p>"},{"__typename":"DatoCmsText","id":"DatoCmsText-JGG3Z2yCQmCIOr2xAIxARw-de","text":"<p><iframe title=\"Russischer Leitzinssatz\" aria-label=\"Liniendiagramm\" id=\"datawrapper-chart-cn1wc\" src=\"https://datawrapper.dwcdn.net/cn1wc/1/\" scrolling=\"no\" frameborder=\"0\" style=\"border: none;\" width=\"600\" height=\"426\" data-external=\"1\"></iframe></p>"},{"__typename":"DatoCmsText","id":"DatoCmsText-fXwQce0YTamzRSlUgf1hXA-de","text":"<p class=\"MsoNormal\">Die hohen Zinsen verteuern Kredite und bremsen damit Investitionen als auch Konsum. Viele Russinnen und Russen halten sich mit Ausgaben zur&uuml;ck und sparen lieber. Der Gesch&auml;ftsklimaindex der russischen Zentralbank fiel im M&auml;rz zudem auf den tiefsten Stand seit Oktober 2022. Die Investitionen der Unternehmen seien im vergangenen Jahr zur&uuml;ckgegangen und d&uuml;rften auch in diesem Jahr weiter sinken, prognostiziert Astrov <a href=\"https://www.handelsblatt.com/politik/international/russland-wirtschaft-stirbt-konjunkturkrise-setzt-putin-unter-druck/100218629.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">im Handelsblatt</a>. <o:p></o:p></p>\n<p class=\"MsoNormal\">Auch die Inflation setzt die russische Wirtschaft weiter unter Druck. Offiziell liegt sie seit Ende vergangenen Jahres bei rund sechs Prozent, nachdem die Teuerung im Fr&uuml;hjahr 2025 kurzzeitig auf &uuml;ber zehn Prozent gestiegen war.<o:p></o:p></p>"},{"__typename":"DatoCmsText","id":"DatoCmsText-E25bjZ37SR-rr0d5iC87JA-de","text":"<h3 class=\"MsoNormal\">Arbeitskr&auml;ftemangel und Kriegswirtschaft belasten zivile Bereiche<o:p></o:p></h3>\n<p class=\"MsoNormal\">Zudem versch&auml;rft der Krieg die Lage am Arbeitsmarkt. Ein erheblicher Teil der Arbeitskr&auml;fte ist direkt im Milit&auml;r oder in der R&uuml;stungsindustrie gebunden. Hinzu kommt, dass seit Beginn der Invasion der Ukraine Hunderttausende das Land verlassen haben.<o:p></o:p></p>\n<p class=\"MsoNormal\">Die niedrige Arbeitslosigkeit von rund zwei Prozent d&uuml;rfte daher weniger als Zeichen wirtschaftlicher St&auml;rke gelten, sondern als Hinweis darauf, dass das verf&uuml;gbare Arbeitskr&auml;ftepotenzial weitgehend ausgesch&ouml;pft ist. <o:p></o:p></p>\n<p class=\"MsoNormal\">Die Kriegswirtschaft bleibt damit St&uuml;tze und Belastung zugleich. Hohe Staatsausgaben f&uuml;r den R&uuml;stungssektor haben die Konjunktur zun&auml;chst angeschoben und milit&auml;rnahe Branchen gest&auml;rkt. Gleichzeitig verst&auml;rken sie Inflation, Arbeitskr&auml;ftemangel und Finanzierungsprobleme der zivilen Wirtschaft.<o:p></o:p></p>\n<p class=\"MsoNormal\">Weitere Faktoren wie die ukrainischen Angriffe auf die russischen &Ouml;lh&auml;fen oder die h&auml;ufigen Internetblockaden der russischen Regierung, etwa auch von E-Commerce- und Bankdienstleistungen, bremsen die wirtschaftliche Aktivit&auml;t.<o:p></o:p></p>\n<h3 class=\"MsoNormal\">Hoher &Ouml;lpreis stabilisiert den Staatshaushalt<o:p></o:p></h3>\n<p class=\"MsoNormal\">Eine tempor&auml;re Entlastung f&uuml;r den russischen Staatshaushalt bringt der infolge des Iran-Kriegs stark gestiegene &Ouml;lpreis. &bdquo;Der Iran-Krieg stabilisiert das russische Budget. Je l&auml;nger er dauert und je l&auml;nger die &Ouml;lpreise hoch bleiben oder noch weiter steigen, desto positiver werden die Auswirkungen f&uuml;r Russland sein&ldquo;, so Astrov in der Fr&uuml;hjahrsprognose.<o:p></o:p></p>\n<p class=\"MsoNormal\">Nach offiziellen Angaben haben sich die staatlichen &Ouml;leinnahmen im M&auml;rz gegen&uuml;ber dem Vormonat verdoppelt. Zudem hat die US-Regierung die Sanktionen auf russisches &Ouml;l gelockert, um einen st&auml;rkeren Anstieg des Weltmarktpreises f&uuml;r Roh&ouml;l zu verhindern. Dadurch kann Russland sein &Ouml;l zu h&ouml;heren Preisen verkaufen.<o:p></o:p></p>\n<p class=\"MsoNormal\">F&uuml;r die russische Wirtschaftsleistung d&uuml;rfte dieser Effekt nach Einsch&auml;tzung des wiiw aber nur begrenzte Bedeutung haben. Die zus&auml;tzlichen Einnahmen fl&ouml;ssen nicht in neue Ausgaben, sondern sollen vor allem dazu dienen, die Schuldenaufnahme des Staates zu verringern und Verbindlichkeiten von Energieunternehmen abzubauen.</p>"}]}}]},"allDatoCmsEdition":{"edges":[{"node":{"label":"17/2026","slug":"172026","sections":[{"category":{"name":"Wirtschaft","color":""},"articles":[{"id":"DatoCmsArticle-dNN9njIQS2aUvr1jdlJgqA-de","title":"Die chinesische Fingerfalle: Warum Amerikas Politik an der Börse scheitert","slug":"die-chinesische-fingerfalle-warum-amerikas-politik-an-der-borse-scheitert","visibility":"Geschlossen","authors":[{"name":"Matt Stoller","slug":"matt-stoller"}]},{"id":"DatoCmsArticle-KIvSQQ96TLGiz8SB7miA0g-de","title":"Chinas Transformation: Umbruch, aber kein Zusammenbruch","slug":"chinas-transformation-umbruch-aber-kein-zusammenbruch","visibility":"Geschlossen","authors":[{"name":"Rainer Land","slug":"rainer-land"}]},{"id":"DatoCmsArticle-Svqb1iF9RC2RalMhKamf-A-de","title":"Deutschlands unterschätzte Nachfragekrise","slug":"deutschlands-unterschatzte-nachfragekrise","visibility":"Immer offen","authors":[{"name":"der Redaktion","slug":"redaktion"}]},{"id":"DatoCmsArticle-PU1gzjaURiqPjQsLzI0pYg-de","title":"Russland senkt Wachstumsprognose drastisch","slug":"russland-senkt-wachstumsprognose-drastisch","visibility":"Offen","authors":[{"name":"Florian Schaaf","slug":"florian-schaaf"}]},{"id":"DatoCmsArticle-I4uOOrzTQYqNWAW_3uS4PQ-de","title":"Was ist ein internationales Ungleichgewicht?","slug":"was-ist-ein-internationales-ungleichgewicht","visibility":"Immer offen","authors":[{"name":"Heiner Flassbeck","slug":"heiner-flassbeck"}]}]},{"category":{"name":"Geld","color":"Burgundy"},"articles":[{"id":"DatoCmsArticle-BZ55sZC3TY-3uoykO2LLsQ-de","title":"Was der Wechsel an der Spitze der Fed bedeutet","slug":"von-powell-zu-warsh-fuhrungswechsel-an-der-spitze-der-fed","visibility":"Offen","authors":[{"name":"Sebastian Müller","slug":"sebastian-mueller"}]}]},{"category":{"name":"Geist & Gesellschaft","color":"HippieBlue"},"articles":[{"id":"DatoCmsArticle-A5fCW79eTOe_AHle6hBFhQ-de","title":"Roboterökonomie: Sind die Zylonen unsere Nachkommen?","slug":"roboterokonomie-sind-die-zylonen-unsere-nachkommen","visibility":"Geschlossen","authors":[{"name":"Joseph Kuhn","slug":"joseph-kuhn"}]}]},{"category":{"name":"Hauspost","color":""},"articles":[{"id":"DatoCmsArticle-dpITKXprQcOhcLfm9u2Nmg-de","title":"Postkeynesianismus – eine Antwort auf die Multikrise?","slug":"postkeynesianismus-eine-antwort-auf-die-multikrise","visibility":"Immer offen","authors":[{"name":"der Redaktion","slug":"redaktion"}]}]}]}}]},"allDatoCmsSpotlight":{"edges":[]}},"pageContext":{"id":"DatoCmsArticle-PU1gzjaURiqPjQsLzI0pYg-de","edition":"DatoCmsEdition-XgoWy6FZRTS6oaXLP5gyoQ-de","spotlight":""}},"staticQueryHashes":["1132069882","1534434256","1810303247","2076357383","2564995746","3939919066","4078341254","826177454"]}